Raja von Sturmfels

Reichsritter des Greifenreiches

Herkunft: ein Barbarenstamm in den Mittellanden

Waffengattungen:

2-Hand Hammer
1-Händer

1½-Händer
Rundschild

Eigentlich es eine recht traurige Geschichte, wie Raja Sturmfels und Orion von Stein sich begegneten.

Im Alter von ca. 20 Jahren ist es in Rajas Stamm Brauch, dass sich die jungen Leute auf den Weg der Seele begeben. Dies ist eine lange gemeinsame Wanderung vom Winterquartier ins Sommerquartier des Stammes und soll die jungen Krieger und Kriegerinnen auf ihre Aufgaben im Stammesverband und auf die Gefahren des Lebens vorbereiten. Die 15 jungen Krieger sollen lernen, dass man in der Gemeinschaft stark ist, doch auch seine eigenen Fähigkeiten einbringen und diese vor allem erst einmal erkennen muss, um alleine und in einer Stammesgemeinschaft leben und überleben zu können.

Dieser Weg der Seele führte die jungen Krieger auf andere, weitere und gefährlichere Pfade, als den Rest des Stammes, der ebenfalls zur gleichen Zeit ins Sommerquartier wanderte.

Doch die Zeiten in Mythodea waren unruhig und die Gegenden unsicher. Immer wieder fanden die jungen Krieger Spuren von den grausamen Verwüstungen des schwarzen Heerwurmes.

Eines Tages, ungefähr auf der Hälfte ihres Weges, trafen sie in einem kleinen Tal eine Siedlergruppe, die von den Anhängern des Schwarzen Eises überfallen wurden. Die Siedler hatten dieses kleine Tal wahrscheinlich als Rastplatz gewählt, denn viele Zelte und Fuhrwagen waren in einem großen Kreis aufgestellt worden. Die meisten Zelte und Wagen standen bereits in Flammen. Raja und ihre Stammesgeschwister versuchten, sich abseits der Kämpfe ins Lager zu schleichen, um die Kinder und Frauen aus dem brennenden Kreis der Wagen zu befreien. Doch ihr Rettungsversuch wurde entdeckt.

Als die Sonne langsam hinter den Bergen verschwand, verebbten auch langsam die Angriffe und es bot sich ein Bild des Schreckens. Alle Zelte und Wagen waren zerstört, die Zugtiere abgeschlachtet und alle Menschen tot oder so schwer verwundet, dass sie wahrscheinlich ihren Verletzungen erliegen würden. Ein kleiner schwarzer Hundewelpe, der suchend und winselnd zwischen den Toten herumlief, war das letzte was Raja sah, bevor sie, schwer verwundet und eingeklemmt unter einem umgestürzten und verkohlten Wrack eines Planwagens, am Ende ihrer Kräfte erschöpft in eine tiefe Bewusstlosigkeit fiel.

Als sie erwachte, lag sie in einem Zelt auf einem weichen Lager. Ihre Wunden waren verbunden und Knochen geschient worden und neben ihrem Bett stand ein großer Mann mit kräftiger Statur und einem vollen dichten Bart und freundlichen Augen. Er sprach leise zu einem anderen Mann, der einen genauso dichten, aber viel dunkleren Bart trug, und sich gerade über sie beugte. Die letzten Worte, die sie hörte, bevor sie wieder in eine erholsame, aber vor allem heilsame Dunkelheit fiel, waren: „Da hat sie aber viel Glück gehabt, dass ich nicht amputieren musste…“

Seid sechs Jahren, lebt Raja nun mit den Greifenkrallen auf Mythodea und unterstützt die Siedler auf den Sommerfeldzügen. Zwischenzeitlich war sie nicht nur Leibgarde Sturmharts - sondern auch seine erste Schreiberin. Sie schrieb die Soldaufträge nieder und fertigte Abschriften wichtiger Texte für Sturmharts Verhandlungen an.

Seid dem vorletzten Jahr hat sie sich von der Schreibtischarbeit zurückgezogen und sich vermehrt für die Bibliothek der Söldner eingesetzt, um einerseits selbst mehr über den Kontinent und die unterschiedlichen Mächte hier zu erfahren, und um auch den anderen Söldnern und Siedlern einen einfachen Zugang zu diesem Wissen zu schaffen.